Wandern in der Vulkaneifel
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Am Karfreitag haben wir übers Internet eine Pension in der Vulkaneifel gesucht und sind in dem Örtchen Lind (Landkreis Mayen-Koblenz) fündig geworden. Gleich am nächsten Morgen ging’s los. Nach dem freundlichen Empfang durch unsere Gastgeber sind wir nach Maria Laach gefahren. Die erste Tour führte uns bei regnerischem Wetter rund um den Laacher See, der als das größte Maar der Vulkaneifel gilt, wenngleich er laut Wikipedia streng wissenschaftlich kein Maar, sondern eine wassergefüllte Caldera ist. Reste vulkanischer Aktivität lassen sich am Ostufer beobachten, wo Kohlenstoffdioxid in Form von Blasen an die Wasseroberfläche aufsteigt (Mofetten). Auf der Tour haben wir den Cache GC102MW mitgenommen.
Nach der Umrundung des Sees haben wir uns die berühmte Abtei angeschaut und in der Klostergärtnerei einen größeren Regenguss abgewartet, was mir die Gelegenheit bot, ein paar Makroaufnahmen zu machen (leider hatte ich nur meine kompakte Digiknipse dabei). Später am Nachmittag sind wir nach Monreal gefahren und haben eine kleine Wanderung rund um und auf die Löwenburg unternommen.
Der Ostersonntag war zunächst den Dauner Maaren gewidmet (Gemündener Maar, Weinfelder Maar, Schalkenmehrener Maar). Auch auf dieser Tour waren Sturm und Regenschauer unsere ständigen Begleiter. Gleichwohl belohnte uns die Tour um alle drei Maare mit wunderschönen Panoramaausblicken. Am Nachmittag haben wir noch eine kleine Wanderung zum Wasserfall Dreimühlen angeschlossen. Am Wasserfall war das Wetter noch so freundlich, dass ich ein paar schöne Fotos machen konnte, doch auf dem Rückweg erwischte uns dann ein heftiger Regenschauer, den der Inhalt in meinem wasserabweisenden (nicht wasserdichten!) Lunada Gearslinger erfreulicherweise trocken überstanden hat.
Highlight des Ausflugs war der Vulkanpfad, den wir uns für den Ostermontag vorgenommen hatten. Der Vulkanpfad gehört zu den sogenannten Traumpfaden – und diesen Namen trägt er zu Recht. Ausgangspunkt war die Ettringer Lay, ein ehemaliger Steinbruch mit alten Grubenkränen und anderen Hinterlassenschaften der Steinindustrie. Die 40m hohe Basaltwand ist ein beliebtes Kletterareal. Und da das Wetter sich gegenüber den Vortagen deutlich gebessert hatte, konnten wir hier und später im Kottenheimer Winfeld einige Klettergruppen beobachten.
Von der Ettringer Lay aus ging es zunächst zu den “Sieben Stuben” unterhalb des Kraterrands. Dabei handelt es sich um Höhlen, in denen die Menschen während des Zweiten Weltkriegs Schutz suchten. Auf dem höchsten Punkt des Kottenheimer Büden eröffnete sich ein grandioser Blick auf die Vulkanlandschaft. Im Kottenheimer Winfeld haben wir inmitten von alten Kränen, Gleisresten und Basaltwänden die Caches GC188N2 und GC188N3 aufgespürt. Wäre hier nicht alles durch Wanderwege erschlossen und durch Infotafeln erläutert, könnte glatt eine Lost-Place-Atmosphäre aufkommen. Der Pfad führte uns dann weiter zum Felsendenkmal “Junker Schilling” und zur Mineralquelle Hartborn. Von dort ging es dann über den Ettringer Bellerberg zurück zum Parkplatz an der Ettringer Lay.
Trotz des unfreundlichen Wetters am Samstag und Sonntag hat sich der Wanderausflug gelohnt. Im Vordergrund stand die Landschaft und ihre spannende Entstehungsgeschichte, die Caches haben wir nur angesteuert, wenn sie wirklich direkt am Weg lagen.
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